Archiv für Februar, 2009

Da muss aber viel beraten worden sein…

….wenn man für zwei Jahre über 24 Millionen Euro Beraterhonorar bekommt, muss man aber bestimmt super gut sein und gaaanz viel beraten.

Anders kann ich mir das nicht erklären, oder sollte es einen anderen Grund für das üppige Salär gegeben haben? Jedenfalls sind diese hohen Ausgaben bestimmt nicht ganz unschuldig an der Insolvenz der Firma Märklin.

Die Lichter sind aus…

Mit sofortiger Wirkung hat heute die Genthe GmbH ihrem Betrieb eingestellt.

Rund 140 der verbliebenen 160 Genthe-Mitarbeiter müssen sofort gehen, der Rest soll die Produktion bis zum Mittwoch geregelt herunterfahren. Damit hat sich bewahrheitet, was ich schon befürchtet hatte. Keiner der potenziellen Übernahmekandidaten hat angebissen und somit dürfte sich die Geschichte erledigt haben. Denn wenn die Brenner an der Glaswanne abgestellt sind und die Schmelze fest geworden ist, ist der Aufwand der Wiederinbetriebnahme enorm und ob das ein Neubesitzer auf sich nimmt, das wage ich mal zu bezweifeln. Damit ist der Supergau eingetreten. Wieder fast 200 Leute mehr auf der Straße.

Politik und überall die gleiche Fehler

Auf der anderen Seite des großen Teiches beschließen sie diese Tage ein 800 Milliarden Dollar Rettungspaket und hier werden auch Milliarden von Euro an Wahlkampfgeschenke gemacht.

Nur wer profitiert davon? Hier sind es die Banken und die Großindustrie, damit will man die Konjunktur ankurbeln. Hat man ja auch geschafft, noch nie sind in einem Januar so viele Autos verkauft worden wie dieses Jahr. Nur was kommt dann? Der Topf ist bald leer und wer profitiert dann? Die kleinen Leute jedenfalls nicht, denn das was Frau Merkel und ihre Ministerrunde da geschnürt haben, hilft nur denen, die eigentlich keine Hilfe benötigen. Ich bin mal gespannt, wann das große Heulen über die Autokredite einsetzt, denn die Wenigsten dürften das Geld unter dem Kopfkissen gehabt haben und so dürfte der überwiegende Teil der Autos auf Pump gekauft worden sein. Dabei wäre es doch so einfach, vielleicht zu einfach, der Bürger bräuchte mehr Geld in der Tasche und schon würde die gesamte Wirtschaft profitieren und nicht nur Banken und Autoindustrie. »» Politik und überall die gleiche Fehler

Vorwärts, wir müssen zurück

Am Freitag hat der Bundesrat eine Verordnung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie durch gewunken, diese setzt eine Universaldienstrichtlinie der EU sowie die Empfehlung der EU-Kommission in nationales Recht um.

Prinzipiell nichts ungewöhnliches allerdings habe damit die Abgeordneten wieder mal bewiesen, wie weit sie von der Realität entfernt sind.

Ferner dient sie auch der Umsetzung von Artikel 6
Absatz 3 und Artikel 26 der Richtlinie 2002/22/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 7. März 2002 über den Universaldienst und Nutzerrechte bei elektronischen Kommunikationsnetzen und –diensten (Universaldienstrichtlinie, ABl. EG L 108 vom 24. April 2002 S. 51) und der Empfehlung der Kommission vom 25. Juli 2003 zur Übermittlung von Angaben zum Anruferstandort in elektronischen Kommunikationsnetzen an um Standortangaben erweiterte Notrufdienste (ABl. EG L 189 vom 29. Juli 2003 S. 49).

Klingt soweit ja nicht so schlimm, beinhaltet aber einen wesentlichen Nachteil. Wenn es so umgesetzt wird wie es dort geschrieben steht, dann entfällt damit die Möglichkeit mit einem Handy ohne aktive SIM-Karte einen Notruf abzusetzen. Denn die Ermittlung des Anruferstandortes geht nur mit aktiver SIM-Karte und damit werden die jahrelangen Aufrufe verschiedenster Organisationen ad absurdum geführt, die dazu aufgerufen haben alte Handys nicht weg zu werfen sondern weiter zu geben und als “Notrufsäulen” zu nutzen.

Computerschädlinge und immer das Gleiche

Täglich grüßt das Murmeltier könnte man fast meinen. Wenn ein Computerschädling in der Welt herum geht, passiert in großen Netzwerken oft immer das Gleiche, nämlich erstmal nix.

Nun ist bekannt geworden, dass “Conficker” bei der Bundeswehr mehre hundert Rechner infiziert hat und das in Frankreich und Großbritannien sogar die gesamte Kommunikation zusammengebrochen ist. Bloß gut, das M$ schon seit Oktober vergangenen Jahres einen Patch bereitstellt, der den Befall des Rechners verhindern soll. Aber es ist immer das selbe Prozedere, der überwiegende Teil der Systemadministratoren warten erstmal geduldig ab. Ich weiß nicht was das soll, gerade in großen Netzwerken sind oft die ältesten Virendefinitionen der Scanner zu finden und oft werden Programmaktualisierungen zu spät oder garnicht eingespielt. Was hat das für einen Grund, ist das Ei schlauer als die Henne, oder sind die Leute so mit Kaffee trinken und Brainstorming beschäftigt, dass sie sich um den elementaren Teil ihrer Arbeit nicht mehr kümmern können?

Männer?

Herbert Grönemeyer hat vor Jahren mal gefragt, “wann ist Mann ein Mann?” Ja wann ist Mann denn nun ein Mann, oder was macht einen Mann zu einem Mann?

Letztens hörte ich eine Aussage, die hat mich ja fast umgehauen. Ein Mann wäre nur dann männlich, wenn er in Jeans, Lederjacke und Stiefel daher kommt. Ist ein Mann also nur dann ein Mann, wenn er gerade vom Bau oder aus dem Wald vom Bäume fällen kommt? Interessante Ansicht zwar, aber was ist dann mit den ganzen Anzugträger, sind die dann auch keine Männer? Oder trifft das nur für die Männer zu, die die Zwänge der Gesellschaft über Bord geworfen haben und das tun und lassen was ihnen gefällt und nicht das, was die Gesellschaft von ihnen erwartet? Gilt für den Mann also nur Anzug, Jeans mit Pullover und Jogginganzug als Kleidung, muss man(n) stinken wie ein Iltis, oder darf er sich auch kleiden und pflegen um sich zu gefallen? »» Männer?

Nachtrag zum Freitag den Dreizehnten…

….oder aber wie kleine Sünden bestraft werden.

Eine Kollegin kam gestern leicht verspätet zur Arbeit. Sie musste gestern morgen in der Kälte 20 Minuten auf einen Automechaniker warten. Passiert war folgendes, sie ist wie jeden morgen zu ihrem Auto, hat aufgeschlossen und hat den Motor gestartet. Dann ist sie wieder ausgestiegen um die Scheiben von Schnee und Eis zu befreien, und wie sie so am Kratzen war, machte es klack und die Zentralverriegelung schaltete auf stur. Dumm nur, dass die Tasche mit Wohnungsschlüsseln und Handy im Auto lag. Sie klingelte dann einen Nachbar heraus um zu telefonieren und durfte dann 20 Minuten auf den Mechaniker warten. Immerhin war ihr Auto mittlerweile aufgeheizt und sie konnte sich nach dem Öffnen des Wagens gleich ins Warme setzen.
Merke, kleine Sünden werden gleich bestraft, Große brauchen etwas länger.