Archiv für Aus der Region
Wir haben gewählt
…und das ist wörtlich zu nehmen. Wir haben selbstverständlich unsere staatsbürgerlichen Rechte wahrgenommen.
Interessant ist das, oder die Ergebnisse. Das wohl von den wenigsten erwartete Ergebnis ist die Tatsache, dass wir nun einen fränkischen Oberbürgermeister haben und vor allen Dingen mit welch Deutlichkeit er die Wahl gewonnen hat. Immerhin hat er den Zweitplatzieren mit fast der doppelten Anzahl von Stimmen auf die Plätze verwiesen.
Ansonsten gilt auch der Landestrend bei uns in Goslar, die FDP hat deutlich Federn lassen müssen. Ich weiß zwar nicht wann sie denn anfangen wollen mit den von ihrem Vorsitzenden versprochenen Lieferungen zu beginnen, aber wenn sie noch lange warten, dann sind sie nicht mehr in der Lage überhaupt irgendetwas zu liefern. Denn dann sind sie in der Bedeutungslosigkeit versunken.
Bei uns hat übrigens auch die SPD Verluste zu beklagen, aber das dürfte der Arbeit der letzten Jahre geschuldet sein und das Hickhack um die Abwahl unseres letzten SPD Oberbürgermeister dürfe auch dem einen oder anderen Bürger noch im Hinterkopf zu sein.
Jedenfalls hat unser Sigmar zum heutigen Geburtstag einen Oberbürgermeister bekommen, der ein Parteibuch der CSU in der Tasche hat und das ist doch auch mal ein ausgefallenes Geschenk.
Ansonsten warten wir mal ab wie unser Franke ‘tschuldigung Oberfranke sich macht. Vielleicht ist die Idee einen Kandidaten von außerhalb zu holen nicht die schlechtest Idee, denn eines ist mal sicher, er ist noch nicht im üblichen Parteienfliz verstrickt.
Sechs setzen
Heute waren 33.981 wahlberechtigte Bürger von Goslar aufgerufen über die Zukunft des Oberbürgermeisters abzustimmen.
Das Verhältnis zwischen dem OB 1, dem Rat der Stadt und vielen Bürgern galt seit langem als zerrüttet und heute nun durften die Bürger ihre Meinung dazu sagen. Die Wahl war recht einfach, es gab auf dem Stimmzettel nur zwei Möglichkeiten abzustimmen, ja oder nein. Bei ja senkte sich der Daumen nach unten, bei nein zeigte der Daumen nach oben und man bekundete damit, dass man mit dem OB zufrieden ist.
Nun ja, die Schlachten sind geschlagen und die Stimmen sind ausgezählt, von den 33.981 Wahlberechtigten haben nur 14.794 von ihrem Recht auf Wahl Gebrauch gemacht….das ist BESCHÄMEND!!!!
Allerdings haben von diesen 14.794 Wahlberechtigten 12.799 Bürger auf eindeutige Weise unserem OB klar gemacht was sie von ihm halten, sie haben den Daumen nach unten gedreht. Das sind nach offizieller Meldung 87,08 % und das ist schon ein eindeutig Ergebnis. Bei diesem Ergebnis kann der Gute noch froh sein, dass wir nicht mehr im Mittelalter leben, denn dann hätten sie Teer und Federn heraus geholt und ihn mit Schimpf und Schande aus dem Stadttor gejagt. Wobei…bis auf den Teer und die Federn ist es ja ähnlich gelaufen. Vor ein paar Wochen hätte er noch die Möglichkeit eines Rücktritts gehabt, aber er hat es ja vorgezogen “verbrannte Erde” hinter sich zu lassen.
- Oberbürgermeister ↩
Provinz²
In der vergangenen Woche ist es mir wieder mal bewusst geworden, ich lebe in der Provinz
Noch viel tiefer kann die Provinz fast nicht sein und da beklagen sich die Händler darüber, dass die Bürger verstärkt im Internet kaufen.
Ich wollte am vergangenen Wochenende endlich einen Türschließer für die Wohnungstür kaufen. Die Hunde machen die Tür zwar auf, aber mit dem hinter sich zu ziehen hapert es noch. Also musste ein Türschließer her. Aber natürlich nicht so ein Riesenteil, welches man von Haustüren kennt. Es gibt ja schließlich mittlerweile kleine leichte Türschließer, die speziell für leichte Wohnungstüren konzipiert sind. Die werden einfach nur über das Türblatt gesteckt und spannen sich beim Öffnen und schließen durch die Federspannung die Tür wieder.
Nun muss man aber nicht glauben, dass es so etwas hier in den einschlägigen Baumärkten zu kaufen gibt. Ich hätte natürlich noch unser Haus- und Eisenwarenapotheke aufsuchen können, aber dazu hätte ich in die Innenstadt gemusst, Parkgebühren wären fällig gewesen und vermutlich hätte ich noch mehr bezahlen müssen als jetzt. Also rein ins Netz und nach ein paar Klicks das Richtige gefunden. Bestellt bei einem Händler in der Nähe von Würzburg und gestern ist das Teil angekommen. Zusammenbau und Montage sind kinderleicht und ab sofort ist die Tür zu.
Spätfolgen???
Interessante Nachrichten von Anwohner am sanierten Okerstollen.
Nachdem im vergangenen Jahr, nach vielen Jahren der Wartezeit, der alte Okerstollen saniert wurde, häufen sich jetzt die schlechten Meldungen der Anwohner. In einem Haus kämpft man seit einigen Monaten mit und gegen feuchte Wände im Keller. Komisch nur, dass das erst jetzt auftritt. Das Haus steht schon viele Jahrzehnte und nun plötzlich sind die Wände im Keller feucht. »» Spätfolgen???
Merkwürdigkeiten aus der Stadt
Wie schon geschrieben waren wir ja gestern Frühstücken und da ist und etwas aufgefallen, dass wir nicht verstehen.
Wir saßen auf der Terrasse der “Weiten Welt” und konnten die Straße beobachten und da ist uns eine Merkwürdigkeit aufgefallen, über die wir nur den Kopf schütteln konnten. Ich meine, ich weiß ja, dass hier im Ort nicht gerade die Intelligenz zu Hause ist, aber so viel Blödsinn habe ich in anderen Städten selten erlebt. Wir waren so gegen 10:30 Uhr eingetroffen und schlürften gerade unseren ersten Kaffee, da kommt eine Kehrmaschine vorbei. Klar muss die Stadt sauber sein, aber muss man denn so spät die Haupttouristenroute kehren? Der Fahrer durfte sich gestern durch die Massen von Touristen quälen. Sicherlich ist es nicht schlimm, dass die Besucher sehen, dass die Stadt gereinigt wird. Aber wollen sie das sehen, reicht es ihnen nicht zu sehen, dass sauber ist?
Nun kommt aber noch das Schmankerl an der Geschichte, die Kehrmaschine kam innerhalb einer halben Stunde drei Mal durch und kehrte auch drei Mal das gleiche Stück Straße. Ich meine. sooooooo dreckig war die Straße nun auch nicht. Andererseits wundert es mich jetzt nicht mehr, dass viel Straßen und die Fußgängerzone in einem erbärmlichen Zustand sind. Wenn jeden Tag drei Mal die gleiche Strecke gekehrt wird, dann wundert es mich nicht, dass im Straßenpflaster die Fugenfüllung fehlt. Die wird dann wohl in den Kehrmaschinen gelandet sein.
Wieder zurück
Wir haben heute das schöne Wetter für einen Ausflug genutzt.
Wir sind der B6 bis kurz vor Aschersleben gefolgt und sind von dort über viele kleine Straßen in den Harz gefahren. Kleine Straßen deswegen, weil dort in der Regel wenig bis kein Verkehr herrscht und richtig, wir waren stellenweise ganz allein auf den Straßen. Jedenfalls haben wir die herrliche Landschaft und die viel kleinen Dörfer genossen. Wir waren uns nach der Rückkehr einig, dass der letzte Teil, derjenige der durch den Westteil des Harzes führte bei weitem nicht so schön war. Das bezieht sich obwohl auf die Landschaft, wie auch auf die Ortschaften, von denen einige recht trostlos wirkten. Hier scheint es so, dass man die Zeichen der Zeit nicht oder bei weitem zu spät erkannt hat.
Wieder mal etwas aus dem Rathaus
Vorgestern wurde beschlossen, dass die Fußgängerzone der Stadt renoviert werden soll.
Zwar weiß noch kein Mensch so ganz genau, wo das Geld dafür herkommen soll, aber vielleicht geht das wieder in bester Houdinimanier und die Euros werden aus dem Hut gezaubert. Es ist unbestritten, dass etwas passieren muss, der siebzigerjahre Charme ist ja nicht mehr so toll und die Straßen sind ziemlich marode. Warum es allerdings nun partout Pflastersteine aus asiatischen Steinbrüchen sein müssen, dass erschließt sich mir mal wieder überhaupt nicht. Vor allen Dingen stellt sich mir die Frage, wie das denn mit dem Denkmalschutz zusammen passt. Solche Pflastersteine in einem mittelalterlichen Stadtkern???? Dazu kommt dann noch die Frage nach dem sozialen Gewissen. Zum einen dürften die Bedingungen unter denen diese Steine gewonnen werden kaum das europäische Niveau haben und zum Anderen stärkt man damit kaum die heimische Wirtschaft. Es fehlt nur noch, dass die Arbeiter, die die Steine verlegen auch gleich mit kommen.

