Archiv für Aus der Region

Bedenkliche Entwicklung

okerspaziergang20 Dieses Bild habe ich am vergangen Sonntag aufgenommen und zeigt die Hauptstraße hier im Stadtteil. Eigentlich ein recht idyllisches Bild, was auffällt sind die wenigen geparkten Fahrzeuge. Das war aber nicht immer so, noch vor fünf Jahren hätte man hier keinen Parkplatz bekommen. Das liegt aber nun nicht daran, dass plötzlich alle zu Fußgänger mutiert oder auf einem Ausflug gewesen wären, es liegt daran, dass dort niemand mehr wohnt der sein Auto parken würde. Das Haus auf der rechten Seite steht bis auf zwei Wohnungen leer, ähnlich sieht es in den anderen Häuser an der Straße aus. Auf der linken Seite stehen Einfamilienhäuser, von Zehn stehen Zwei zum Verkauf. Aber auch in den Seitenstraßen sieht es nicht besser aus, es liegt also nicht am Charakter der Straße. Es ist eher ein generelles Problem. Viele die kein Eigentum an Haus oder Hof hatten, haben der Stadt mittlerweile den Rücken gekehrt und sind in Gegenden gezogen, wo die Aussicht auch einen Job noch größer ist. Alles in allem eine traurige und bedenkliche Entwicklung.

Ein neues Photoblog

Da im Moment die Photoblogs wie die Pilze aus dem Boden schießen, möchte ich natürlich nicht hinten an stehen.

Ich bastele schon seit geraumer Zeit an einem Photoblog, allerdings habe ich noch nicht das richtige Theme gefunden, aber heute habe ich zum ersten Mal mehrer Bilder von unserm Sonntagsspaziergang hochgeladen. Wenn also jemand Interesse hat die Bilder von unserem heutigen Spaziergang zu begutachten, dann klicke man auf ==> Photoblog. Da kann man sich durch eine paar interessante Bilder klicken. Es ist nämlich nicht so, dass wir hier nur Industriebrachen haben, hier gibt es auch ein paar verwunschende Ecken.
Nun werden zwar nicht alle Bilder aus dem Weblog verschwinden werden, aber es ergeben sich halt ganz andere Möglichkeiten, wenn man auf Photoblogs optimierte Themes nutzt.

Unverständnis meinerseits und Dollarzeichen in den Augen

Ich habe den Bereich “Aus der Region” ja ein wenig vernachlässigt und die Geschichte ist auch schon vergangene Woche gelaufen, aber neben meiner Restauration hatte ich keine Zeit zum Schreiben.

Kommen wir also mal zum “großen Kopfschütteler”. Unser Lokalpolitiker haben spitz gekriegt, dass man Gelder aus dem Konjunkturprogramm beantragen kann. Da man hier bei uns aber lieber alte Gebäude abreißen lassen will anstatt mit dem Geld Schulen zu sanieren, haben sie mal eben 1,2 Millionen Euro beantragt um ein altes Heizhaus abreißen zu lassen. Das man sich das Ding vor Jahren quasi unter den Nagel gerissen hat, das verschweigen wir mal lieber. Denn der Deal ist gelaufen, als die Firma, der das Gelände gehörte die Produktion aufgegeben hat. Da hat man die Firma großzügig aus der Haftung entlassen und ist selbst in die Haftung eingestiegen. Nun ja, ist ja nicht schlimm, die Zeche zahlen ja eh die Bürger. Apropos Zeche zahlen…wo die 300.000 Euro Eigenleistung beim Abbruch des Gebäudes herkommen soll ist mir schleierhaft. Die Stadt ist so pleite, das man zwischen den Schlaglöcher die Straße suchen muss, die Gelder für Kultur und Vereine ersatzlos gestrichen und ein Ausgabenstop verhängt wurde. Aber 300.000 Euro zaubern wir dann mal eben wie Houdini aus dem Zylinder.

Noch mehr Arbeitslose in der Region

Gestern hat mir ein kleines Vöglein eine Neuigkeit ins Ohr geflüstert, die so vermutlich noch garnicht publik ist.

Bei uns werden demnächst noch 60 Leute mehr auf der Straße stehen und “Kunden” der Agentur für Arbeit werden. Ein ehemals großer Bekleidungshersteller im Ort hat die Absicht sich von seiner Produktion zur Gänze zu trennen. Man verlegt die Reste der einstmals großen Näherei nun wohl komplett ins Ausland, oder aber in die Firmenzentrale ins Westfälische. Hier am Ort sollen nur noch Angestellte der Verwaltung arbeiten. Wie lange das so ist, kann man sich vermutlich ganz leicht selbst ausrechnen. Denn was soll man hier verwalten, wenn keiner mehr gewerblich arbeitet? Das kann man dann kostengünstiger in der Zentrale durchführen. Vermutlich also nur eine Frage der Zeit, wann die verbleiben Angestellten ihren ehemaligen Kollegen auf den Fluren der Agentur für Arbeit begegnen.
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Die Lichter sind aus…

Mit sofortiger Wirkung hat heute die Genthe GmbH ihrem Betrieb eingestellt.

Rund 140 der verbliebenen 160 Genthe-Mitarbeiter müssen sofort gehen, der Rest soll die Produktion bis zum Mittwoch geregelt herunterfahren. Damit hat sich bewahrheitet, was ich schon befürchtet hatte. Keiner der potenziellen Übernahmekandidaten hat angebissen und somit dürfte sich die Geschichte erledigt haben. Denn wenn die Brenner an der Glaswanne abgestellt sind und die Schmelze fest geworden ist, ist der Aufwand der Wiederinbetriebnahme enorm und ob das ein Neubesitzer auf sich nimmt, das wage ich mal zu bezweifeln. Damit ist der Supergau eingetreten. Wieder fast 200 Leute mehr auf der Straße.

Sonntag ist Schicht im Schacht

Am Sonntag endet die Galgenfrist für die Firma Genthe Glas. Wenn bis dahin nicht ein Interessant zuschlägt ist der Gang zum Amtsrichter unvermeidlich.

Allerdings dürfte für einen großen Teil der Beschäftigten so oder so Schluß sein. Selbst wenn ein neuer Besitzer gefunden wird, für knapp die Hälfte der Belegschaft wird es keine Zukunft im Unternehmen geben. Beide Interessenten haben durchsickern lassen, dass wenn sie einsteigen würden, die Planung auf eine Belegschaftsstärke von ungefähr 90 Leute ausgelegt sind. Also stehen dann wieder 70 Leute auf der Straße und gehen mit wenig Aussicht auf einen neuen Job in eine ungewisse Zukunft.

Gutsherrenart???

Also es wird hier jetzt nicht um die Suppe gehen die vor Jahren damit beworben wurde. Es soll viel mehr um die Art und Weise gehen wie ein Oberbürgermeister mit seinem Umfeld umgeht.

Ich werde versuchen sachlich und fair zu bleiben, auch wenn ich unserm OB von Anfang an nicht aufs Fell gucken konnte. Will sagen, ich kann ihn nicht leiden. Er gehört meiner Meinung nach zu den Menschen die extrem polarisieren und bei mir schlägt das Pendel zur negativen Seite aus.
Nun scheint aber so langsam das Fass am überlaufen zu sein. Es hat eine “Krisensitzung” der Ratsparteien gegeben, die Genossen haben allerdings es vorgezogen zu schmollen und sind dem Treffen fern geblieben. Pikanterweise ist das Treffen auf eine Initiative des “Regierungspartners” zustande gekommen. Was man den Medien und dem Buschfunk entnehmen kann, läßt der gute Mann aber auch kaum ein Fettnäpfchen aus, in das er nicht hinein steigt. Der Umgang mit Bürgern, Ratsmitgliedern und den Bediensteten der Verwaltung soll mitunter wohl nicht nach dem alten Knigge geraten. Der Tropfen der das Fass nun zum Überlaufen gebracht hat, soll wohl der Hinauswurf einer Bürgerin aus seiner Amtstube sein. Zu dem Ergebnis des Treffens ist Stillschweigen vereinbart worden und bisher ist auch noch nicht durchgesickert. Einzig die Tatsache, dass für die nächste Woche ein Treffen mit unserm Oberbürgermeister und den Ratsfraktionen geplant ist, ist offiziell verkündet worden. Warten wir also mal ab, was die nächste Woche bringt.