Notizen aus der Provinz

"Think different"....eigene Gedanken um dies und das

Deutsche Beamte vs. Wärme

Nein, es geht nicht um die Temperaturen in deutschen Beamtenstuben und das es zu warm zum Schlafen ist. Wobei das vielleicht die Ursache für die folgende Begebenheit ist.
Es geht darum, dass die deutschen Soldaten im Kongo sich beschwert hätten, das sie mit der falschen Ausrüstung losgeschickt worden sind. Die Stiefel sind wohl eher für den Winterkampf in unseren Breiten geeignet und die Sonnenbrillen sind wohl auch mehr als mangelhaft. Vielleicht hätte man sich im Sonderangebot beim Discounter eindecken sollen. Die Qualität ist meistens recht gut.
Der oberste Dienstherr der Soldaten, unser überaus fähige Bundesverteidigungsminister (sollte man das Amt nicht mal umbenennen?), hat eine Prüfung der Probleme verprochen. Naja, er hat versprochen…wahrscheinlich werden sich unsere Soldaten wieder beim Bündnispartner vor Ort eindecken müssen. Das wäre ja nicht das erste Mal, im Kosovo hat man sich die Ausrüstung ja auch bei den anderen vor Ort eingesetzten Soldaten zusammengeschnorrt. Ich hoffe doch mal, dass man nicht noch mehr wichtige Ausrüstungsgegenstände vergessen hat, Gewehr, Munition und Leichensäcke werden wohl von Nöten sein.
Die ganze Geschichte zeigt doch aber mal wieder ganz klar auf, dass die Bundeswehr überhaupt nicht in der Lage ist weltweit zu operieren. Das zeigte sich schon vor vielen Jahren als man deutsche Minenjäger nach Afrika geschickt hatte um am Horn von Afrika Seeminen zu entfernen. Da zeigte sich doch auch ganz deutlich, dass man Schiffe, die für den Einsatz im Nordatlantik gebaut wurden nicht so einfach nach Afrika schicken kann. Nun wieder das selbe Problem, die Bekleidung der Soldaten ist vielleicht für Europa geeignet, aber wohl kaum für die Temperaturen in Afrika. Wenn unser Politiker nicht endlich die Truppe so ausrüsten, wie es für den jeweiligen Einsatzort angebracht ist, dann sollten sie die „Jungs“ lieber zu Hause lassen. Denn sonst ist die Blamage vor den Bündnispartnern noch das kleinste Übel. Ein Einsatz der im Disaster endet, wäre dabei nämlich das weit aus schlimmere Ergebnis.

6 Kommentare

  1. Mal ganz zynisch betrachtet, so lange solche Zustände dort herrschen, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, dass Deutschland wirklich wieder ganz vorne mitmischen wird.
    Mir tut es nur um die Soldaten leid.

  2. Das Allerschlimmste finde ich dann die schnelle Umrüstung der Soldaten wenn sich die Medien angekündigt habe. Damit auch ja niemand etwas von den Zuständen erfährt.

  3. Und unser Verteidigungsminister verkündigt nun überall den guten Zustand und die perfekte Ausrüstung der Soldaten.
    Fehlt jetzt nur noch, dass er die tolle Moral der Truppe lobt.

  4. Das Problem ist nur, dass viele Leute wieder nicht hinter die Kulissen schauen werden.

  5. Und da sind wir dann wieder bei Deinen Beitrag vor einigen Tagen, denn Leuten wird das Denken abgenommen.

  6. ……und sie merken es noch nicht mal.

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