"Think different"....eigene Gedanken um dies und das

Tag: 11. Januar 2006

iTunes telefoniert nach Hause

Apples Musiksoftware iTunes informiert in der neuesten Version (6.02) den iTunes-Server, welche Musik der Benutzer gerade hört. Die Übertragung der Bandinformation unterbleibt sofort, wenn man das Mini-Storefenster abschaltet. Nach der Installation der neuen iTunes-Version ist das Mini-Storefenster jedoch standardmäßig eingeschaltet. Wenn man das Fenster nicht abschaltet, bekommt man in Empfehlungen für Alben im Apples Musicstore, die genau zu dem gerade angehörten Titel passen.
So langsam macht das alles keine Spaß mehr. Ich empfinde es als Frechheit, dass ich bei der Installation der Software noch nicht mal darauf hingewiesen werde, oder dass ich der Übertragung wiedersprechen kann. Dieser Software kann man nur den Daumen nach unten zeigen.

“Scoreing“

Schönes neues Wort, aber es bedeutet nichts Gutes.
Durch einen Beitrag im Finblog auf den Artikel im Tagesspiegel aufmerksam geworden. Beim Lesen des Artikels fiel mir dann ein Beitrag bei Wolfgang ein.
Es geht beim „Scoreing“ darum, ein Profil des Bürgers zu erstellen und der Artikel im Tagesspiegel handelt davon, dass der Computer entscheidet wer „Gut und Böse“ ist. Der Computer in Callcentern entscheidet anhand der Telefonnummer des Anrufers wie lange er in der Warteschleife schmoren muß oder auch nicht. Anrufer aus mutmaßlich „reichen“ Regionen kommen dann halt schneller dran.
Das Gleiche bei Onlinebanken …

Vor allem Billigzinsen für Verbraucherkredite von Internetbanken werden per Knopfdruck gewährt – oder verweigert. Die Beurteilung der Kunden übernehmen oft automatische Scoring-Systeme. Die Adresse in schlechter Wohnlage kann ein K.o.-Kriterium sein.
Tagesspiegel

Das ließe sich beliebig fortführen. Bei fast allen Einkäufen im Netz oder bei sonstigen Angaben der persönlichen Daten fließen diese zu Datencentren die aus den gefundenen Daten einen persönlichen „Score“ erstellen und je schlechter dieser ist, umso schwieriger hat es der Bürger dann im realen Leben.

Hatten wir das nicht schon mal…

…dass bestimmte Bevölkerungsgruppen durch eine Kennzeichnung klar zu erkennen waren?
Heutzutage ist es zwar kein Stern mehr, dafür eine Mütze in der gleichen Farbe wie damals. Das glaubt ihr nicht? Dann lest mal den Bericht in der Zeitung „Junge Welt“. Dort beginnt ein Beitrag mit folgendem Text.

Mainzer Nahverkehrsunternehmen ordert Ein-Euro-Jobber als »Mobilitätshelfer« und zwingt sie zum Tragen einer gelben Kopfbedeckung.

Das ist doch wohl eine Diffamierung der ersten Klasse. Wie instinktlos sind denn mitlerweile die deutschen Führungskräfte? (interressante Assoziation übrigens)
Vielleicht kommt mein Vorschlag…

Ich hätte da noch einen Vorschlag. Man könnte doch die Arbeitslosen in den vielen leerstehenden Kasernen internieren. Dann hätte man sie unter Kontrolle und am Morgen könnte man sie geschlossen zu Arbeitseinsätzen fahren. Das ist dann auch kostengünstiger, denn für die Bewachung des Areals könnte man ja arbeitslose Wachmänner einsetzen.

…ja doch noch. Wäre in der Kontionität der Vorschläge so ziemlich das Nächste. Wundert mich übrigens, dass da noch keiner drauf gekommen ist.

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