Notizen aus der Provinz

"Think different"....eigene Gedanken um dies und das

Kategorie: Neues aus Schilda (Seite 1 von 3)

Neues, Wissenswertes und Interessantes aus und von der Stadtverwaltung

Finsterstes Mittelalter

Wenn man eine Gleichstellungsbeauftragte entlässt, weil sie ihren Job macht, dann erschließt sich mir das nicht.

Vergangenen Monat wurde unser Gleichstellungsbeauftragte entlassen, weil sie auch offene Ohren für die Probleme der Männer hatte. Dies gefiel wohl einigen Leuten nicht besonders, vor allen Dingen wohl und im Besonderen den Männer im Rat.
Sicherlich ist sie mit einigen Aktionen über das Ziel hinaus geschossen, aber der Denkansatz war vollkommen richtig. Es wird immer noch gerne kolportiert, dass die Männer das starke Geschlecht sind und die Frauen die Unterdrückten. Sicherlich ist das in weiten Teilen richtig. Aber genauso richtig ist es, dass die Männer in der deutschen Gesellschaft in vielen Gebieten benachteiligt sind und genau gegen diese Ungleichbehandlung beider Seiten hat sie gekämpft und dies ist ihr letztendlich zum Verhältnis geworden und hat sie ihren Job gekostet.

Bezugnehmend auf einen Beitrag der Süddeutschen Zeitung und der Goslarschen Zeitung

Nachtrag: Heute auf Telepolis ein interessanter mit vielen Links zu Hintergrundinformationen…absolut sehenswert.

Noch ein Nachtrag: Das Thema scheint immer noch nicht durch zu sein und auch lokale Politiker sind scheinbar immer noch damit beschäftigt ihr Tun zu rechtfertigen. Zeit online: Hexenverbrennung

So langsam geht es mir auf den Keks

Immer öfter sehe ich bei You Tube nur „Dieses Video ist in deinem Land nicht verfügbar“.

An wem liegt es, sind sich da mal wieder ein paar Kleingeister nicht einig und überhaupt, in was für einem Land lebe ich hier eigentlich? Ich komme mir schon vor wie hinter dem Eisernen Vorhang. Ich denke wir leben in einer globalen Welt, wird uns doch immer so schön von unseren Politikern vorgebetet und auf diesem Gebiet kommt die Kleingeistigkeit und Reglementierwut des Deutschen wieder mal voll zum tragen.

Merkwürdigkeiten aus der Stadt

Wie schon geschrieben waren wir ja gestern Frühstücken und da ist und etwas aufgefallen, dass wir nicht verstehen.

GoslarWir saßen auf der Terrasse der „Weiten Welt“ und konnten die Straße beobachten und da ist uns eine Merkwürdigkeit aufgefallen, über die wir nur den Kopf schütteln konnten. Ich meine, ich weiß ja, dass hier im Ort nicht gerade die Intelligenz zu Hause ist, aber so viel Blödsinn habe ich in anderen Städten selten erlebt. Wir waren so gegen 10:30 Uhr eingetroffen und schlürften gerade unseren ersten Kaffee, da kommt eine Kehrmaschine vorbei. Klar muss die Stadt sauber sein, aber muss man denn so spät die Haupttouristenroute kehren? Der Fahrer durfte sich gestern durch die Massen von Touristen quälen. Sicherlich ist es nicht schlimm, dass die Besucher sehen, dass die Stadt gereinigt wird. Aber wollen sie das sehen, reicht es ihnen nicht zu sehen, dass sauber ist?
Nun kommt aber noch das Schmankerl an der Geschichte, die Kehrmaschine kam innerhalb einer halben Stunde drei Mal durch und kehrte auch drei Mal das gleiche Stück Straße. Ich meine. sooooooo dreckig war die Straße nun auch nicht. Andererseits wundert es mich jetzt nicht mehr, dass viel Straßen und die Fußgängerzone in einem erbärmlichen Zustand sind. Wenn jeden Tag drei Mal die gleiche Strecke gekehrt wird, dann wundert es mich nicht, dass im Straßenpflaster die Fugenfüllung fehlt. Die wird dann wohl in den Kehrmaschinen gelandet sein.

Wieder mal etwas aus dem Rathaus

Vorgestern wurde beschlossen, dass die Fußgängerzone der Stadt renoviert werden soll.

Zwar weiß noch kein Mensch so ganz genau, wo das Geld dafür herkommen soll, aber vielleicht geht das wieder in bester Houdinimanier und die Euros werden aus dem Hut gezaubert. Es ist unbestritten, dass etwas passieren muss, der siebzigerjahre Charme ist ja nicht mehr so toll und die Straßen sind ziemlich marode. Warum es allerdings nun partout Pflastersteine aus asiatischen Steinbrüchen sein müssen, dass erschließt sich mir mal wieder überhaupt nicht. Vor allen Dingen stellt sich mir die Frage, wie das denn mit dem Denkmalschutz zusammen passt. Solche Pflastersteine in einem mittelalterlichen Stadtkern???? Dazu kommt dann noch die Frage nach dem sozialen Gewissen. Zum einen dürften die Bedingungen unter denen diese Steine gewonnen werden kaum das europäische Niveau haben und zum Anderen stärkt man damit kaum die heimische Wirtschaft. Es fehlt nur noch, dass die Arbeiter, die die Steine verlegen auch gleich mit kommen.

Vorwärts, wir müssen zurück

Am Freitag hat der Bundesrat eine Verordnung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie durch gewunken, diese setzt eine Universaldienstrichtlinie der EU sowie die Empfehlung der EU-Kommission in nationales Recht um.

Prinzipiell nichts ungewöhnliches allerdings habe damit die Abgeordneten wieder mal bewiesen, wie weit sie von der Realität entfernt sind.

Ferner dient sie auch der Umsetzung von Artikel 6
Absatz 3 und Artikel 26 der Richtlinie 2002/22/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 7. März 2002 über den Universaldienst und Nutzerrechte bei elektronischen Kommunikationsnetzen und –diensten (Universaldienstrichtlinie, ABl. EG L 108 vom 24. April 2002 S. 51) und der Empfehlung der Kommission vom 25. Juli 2003 zur Übermittlung von Angaben zum Anruferstandort in elektronischen Kommunikationsnetzen an um Standortangaben erweiterte Notrufdienste (ABl. EG L 189 vom 29. Juli 2003 S. 49).

Klingt soweit ja nicht so schlimm, beinhaltet aber einen wesentlichen Nachteil. Wenn es so umgesetzt wird wie es dort geschrieben steht, dann entfällt damit die Möglichkeit mit einem Handy ohne aktive SIM-Karte einen Notruf abzusetzen. Denn die Ermittlung des Anruferstandortes geht nur mit aktiver SIM-Karte und damit werden die jahrelangen Aufrufe verschiedenster Organisationen ad absurdum geführt, die dazu aufgerufen haben alte Handys nicht weg zu werfen sondern weiter zu geben und als „Notrufsäulen“ zu nutzen.

Selten so gelacht

Hier bei uns im Ort gibt es an der Hauptstraße ein paar Zweckbauten aus den sechziger Jahren, liebevoll Pavillons genannt, eher eine Baracke mit kleinem Satteldach.

Nun ist es so, dass die Stadt irgendwann (Zeitpunkt steht in den Sternen) den Bereich sanieren und umgestalten will. Folglich hat man den Mietern vorsichtshalber die Kündigung geschickt. Nun ist es aber wohl so, dass der Stadt nur die eine Längshälfte gehört. Nach städtische Lesart gehört die andere Hälfte der Weidegemeinschaft Oker. Allerdings gab es im Vorfeld keiner Abstimmung zwischen den Parteien. Mehr noch, die Weidegemienschaft war ganz überrascht zu hören, dass ihr ein Teil des Grundstücks gehört. Bei der Stadt war man der Meinung, dass wäre alles kein Problem, ein halbes Haus könne ja schlecht stehen bleiben. :kopfkratz: Weiterlesen

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