Notizen aus der Provinz

"Think different"....eigene Gedanken um dies und das

Arm dran….

Nicht das Körperteil… tztzt, was Ihr immer denkt.
Es geht hier um die Finanzen. Und anscheinend sind manche Bundesländer so arm, dass sie in ihren Schulen schon Studenten, Rentner und Hausfrauen als Hilfslehrer einsetzen müssen. So habe ich jedenfalls heute morgen in den Medien lesen müssen. Hatten wir das nicht schon mal alles? Ich kann mich aus Erzählungen an eine Zeit erinnern, wo es aus der Not heraus geboten war, Hilfslehrer einzusetzen. Dazu passt übrigens auch gut eine Geschichte, die ich gestern auf dem Elternabend in Tochters Schule von einer betroffenen Mutter hören musste.
Diese Mutter berichtete in Zusammenhang zu der Aussage, dass es an dem Gymnasium, welches Tochter besucht, kaum Unterrichtsausfälle geben wird davon, dass eines ihrer Kinder am Goslarer vorzeige Gymnasium nur 24 Stunden Unterricht pro Woche habe. Das sind pro Woche 5 Fehlstunden gegenüber der gesetzlichen Vorgabe. Das ist aber nicht nur eine temporäre Erscheinung, dass ist über den Stundenplan eingeplant. Dazu kommt wohl noch eine seltsame Einstellung der Lehrer, Arbeitsgemeinschaften (AG’s) sind ebenso eine Belastung der Lehrer wie ein Wandertag damit die Kinder sich besser Kennenlernen können. Anscheinend gibt es wohl auch ein geplantes „dumm halten“ der Eltern, es kommen nämlich kaum Informationen von der Schulleitung zu den Eltern. Bei solch einer dünnen Ausstattung mit Lehrkräften scheint die Schulbehörde nicht über genug Geld zu verfügen um eine vollständige Unterrichtsversorgung sicher zu stellen. Oder sollte das an der Unfähigkeit oder Bequemlichkeit der Schulleitung liegen? Denn dass es auch anders geht, beweist ja das Werner von Siemens Gymnasium mit der Aussage, „wir sind so gut aufgestellt wie lange nicht mehr. Es besteht kein Anlass dafür, dass Unterricht geplant ausfallen muß“. Des weiteren bietet die Schule diese Jahr 37 AG’s an. Dazu kommen noch regelmäßige Veranstaltungen wie Wandertag und Lesenächte.
Die Mutter des Kindes überlegt übriges schon, ob sie ihre Tochter nicht auch auf das WvS schicken wird.

5 Kommentare

  1. Dann kommt mal wieder irgendeine Pisa-Studie und alle verfallen in heller Aufregung und haben auch sofort die Lösung gefunden:
    Höhere Anforderungen, mehr Durcheinander (wegen Förderalismus und Bürokratie) und weniger Geld.
    Aber sei beruhigt, so richtig schlimm wird es erst in 10 Jahren. Denn dann macht es Peng und die ganzen Fehlplanungen von heute machen sich so richtig bemerkbar.

  2. Was ich aber nicht verstehe, warum können es einige Schulen besser wie andere? Es ist doch zu vermuten, dass die Voraussetzungen für alle gleich sind.
    Der Klassenlehrer berichtigte übrigens noch von der letzten Schulprüfung. Das WvS habe sehr gut abgeschnitten und sie hätte nun für mindestens vier Jahre Ruhe. Dem gegenüber stehe eine Schule in einem Nachbarkreis, die hätten gleich erstmal eine ToDo Liste aufs Auge gedrückt bekommen und müssen sich auf jährlichen Kontrollen einrichten.

  3. Warum können es einige Schulen besser?
    Es ist so das die Kommunalpolitik sich bestimmte Schulen aussucht, auf die dann ganz genau geschaut und die entsprechend gefördert werden. Die bekommen dann einen Sonderstatus. Entweder intergierte Schule oder Europaschule.
    Denn die Geldmittel, aber auch die Lehrer, sind einfach begrenzt.
    Wenn jetzt einfach breiflächig gestreut wird, so reicht es für keiner und wird dagegen alles gezielt eingesetzt, so reicht es für eine oder zwei Schulen.
    Vom Land ist auch nicht viel zu erwarten.
    Höchstens das dieses die Lehrpläne durcheinander bringt und unbedingt alles ändern will (wegen Pisa).
    Der Bund wird sich komplett aus die Bildung zurückziehen, somit weißt Du was in den nächsten Jahren passieren wird.
    Ich bekomme das auch bei uns mit, dass ist ein täglicher Kampf um die Schulen halbwegs auszustatten und dort gute Lernbedingungen zu schaffen.
    Für alle reicht es nicht mehr und das bekommen auch die Lehrer zu spüren. Meistens handelt es sich zu allen Überfluß auch noch um Problemschulen, oder sie entwickeln sich über kurz oder lang.
    Tja und dann hat auch die Schulleitung irgendwann keine Lust mehr.

  4. Wollte auch gerade schreiben, das liegt an den Komunen, warum eine schule mehr und eine andere weniger. Un dich glaube zummindest, dasss es auch an den Interesse der Schule Liegt, wie was und wo, unsere , also wo Sohnemann hingeht, die macht eine Menge und bekommt eine Menge, sie arbeiten nach Schwedischen Prinzip und werden auch von Kiel gefördert.Andere Schulen wiederum müssen auch kämpfen . Ich bin jedenfalls Froh, dass mein Sohn dort zu Schule geht. sie haben sogar das Glück im diesem Jahr von einer Austauschlehrerin aus England in Englisch unterrichtet zu werden .

  5. Ich glaube auch, dass das viel an den Elternvertretern liegt. Denn wenn die rührig sind und der Verwaltung genug auf die Nerven geht, kann man viel erreichen.

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