Notizen aus der Provinz

"Think different"....eigene Gedanken um dies und das

Die Ergebnisse der Wahl

Zum Teil interessante Ergebnisse, zum Teil beschämende Ergebnisse.
Wenn man bedenkt, dass bei der Stadtratwahl von 35122 Wahlberechtigte nur 16056 zur Wahl erschieden sind, so ist das eigentlich nicht verwunderlich, aber trotzdem beschämend.
Was die Ergebnisse im Einzelnen angeht, die SPD ist mit 16 Sitzen die stärkste Partei vor den CDU mit 13 Sitzen gefolgt von der FDP mit 5 und den Grünen, der Bürgerliste und den Linken mit jeweils 2 Sitzen.
Überraschend ist das schlechte Abschneiden der Grünen. Andererseits auch wieder nicht. Denn das schlechte Abschneiden ist einerseits hausgemacht und auf der anderen Seite glaube ich, dass die Grünen sich überlebt haben. In unserem Belastungsgebiet müßten die Grünen viel stärker zu sehen sein. Aber die scheinen eher einen dezenten Wahlkampf geführt zu haben. Da scheint die Arbeit der letzten Jahren vorgeführt worden sein. Denn von den Grünen war auch in der vergangenen Jahren nicht viel zu sehen gewesen.
Was mich aber wirklich überrascht ist, dass die Bürgerliste und die Linken nicht noch besser abgeschnitten haben. Die Parteibindung zu den „großen“ Parteien scheint doch übermächtig zu sein. Denn was die Arbeit und das Programm der etablierten Parteien angeht, hätte man vermuten können, dass die Linksparteien besser hätten abschneiden können.
Was mich freut, ist das Abschneiden des Bürgerlistekandidaten zur Oberbürgermeisterwahl. Das ist auf jedenfall ein großer Achtungserfolg. Welches aber sicherlich stark mit seiner Person zusammenhängt. Er konnte sich auf dem dritten Platz behaupten vor den Kandidaten der FDP und den Grünen. Das schlechte Abschneiden der Kandidatin der FDP ist dagegen überhaupt nicht verwunderlich. Denn meine Damen und Herren, das war eine Kommunalwahl, da stellt man keine Kandidatin aus Wilhelmshaven auf, mag sie noch so viel fachliches Wissen aufweisen können. Da wollen die Leute bekannte Gesichter sehen. Einen ähnlichen Fehler haben die Genossen von der SPD begangen. Sie sind mit einem Kandidaten aus Braunschweig angetreten. Dort ist der Fehler aber wohl nicht so extrem durchgeschlagen, denn zum eine ist die Wählerschaft größer und sein Klinkenputzen hat ihm sicherlich einige Pluspunkte gebracht.
Wir werden übrigens am 24 September noch mal wählen dürfen. Denn die Frage des Oberbürgermeisters ist nicht geklärt, die Kandidaten der SPD und der CDU müssen in die Stichwahl.

4 Kommentare

  1. Die Parteienbindung ist natürlich immer noch sehr groß. Doch nicht nur das, CDU und SPD schaffen es immer noch ihre Stammwählerschaft zu mobilisieren und bei einer niedrigen Wahlbeteiligung reicht das immer noch zu Spitzenergebnissen.
    Interessant wird es dann bei der Betrachtung der absoluten Stimmenanzahl.
    Ebenfalls eine Rolle spielt natürlich auch, dass die Wähler immer noch nach der Bekanntheit wählen, bei CDU und SPD wissen sie was von ihnen zu erwarten ist.
    Das die Linkspartei so schlecht abschneidet ist dagegen auch nicht verwunderlich. Es gibt im Westen keine festverankerte linke Tradition. Links von der SPD gibt es nix und da kann die SPD noch soweit in der Mitte oder rechts stehen (also politische gesehen, nicht ideologisch) sie wird immer als links angesehen.
    Im Osten sieht das anders aus, genauso wie im restlichen Europa.
    Überall gibt es eine Partei links der Sozialdemokraten und dadurch sind in den meisten europäischen Ländern diese Mitte-Links-Bündnisse möglich. So heißen die Koalitionen von Sozialdemokraten und Sozialisten in unseren Medien, um zu verschweigen, dass es sich um eine Koalition mit den Sozialisten handelt.
    Die meisten die das hören sagen sich, dass ist soetwas wie die große Koalition bei uns und wenn es dort klappt, dann muss das auch hier klappen.

  2. Ich muß Dir Recht geben. Aber anderseits ist das Abschneiden für das erste Mal eigentlich nicht schlecht.

  3. Sie sitzen jetzt drin und daraus müssen sie etwas machen und wenn sie sich unsere beiden tapferen Bundestagsabgeordneten zum Beispiel nehmen, dann wird das auch was. Denn schließlich war die PDS von 2002-2005 mit zwei Leuten im Bundestag vertreten und sie haben das Beste draus gemacht und das war nicht mal so schlecht, die Menschen haben sie war genommen ohne diese Arbeit wurde im letzten Jahr belohnt.
    Nicht anders verhält es sich auf kommunaler Ebene, nur wer auch wirklich etwas vorzuzeigen hat, wird am Ende auch belohnt.

  4. Das ist ja der Umkehrschluß zu den Grünen….von nichts kommt nichts. Die Grünen hätten hier so viele Möglichkeiten sich zu profilieren, aber von denen ist kaum etwas zu sehen oder zu hören.

Kommentare sind geschlossen.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.