Notizen aus der Provinz

"Think different"....eigene Gedanken um dies und das

Kulturprogramm

Kaum geht „Fräulein Wolf“ auf das Gymnasium schon „muss“ man am kulturellen Leben teilnehmen.

Gestern veranstaltete das Werner von Siemens Gymnasium Bad Harzburg das alljährliche Weihnachtskonzert in der Luther Kirche zu Bad Harzburg. Da „Fräulein Wolf“ im Chor mit gesungen hat, war natürlich Anwesenheit Pflicht.
Beginn des Konzertes war auf 19:00 Uhr angesetzt. Der Einlass sollte ab 18:30 Uhr erfolgen und da man uns vorgewarnt hatte, dass das Konzert regelmäßig gut besucht ist, waren wir gegen 18:15 Uhr vor der Kirchenpforte und mussten feststellen, dass sich schon eine ansehnliche Menge an Besuchern eingefunden hatten. Zum Konzertbeginn um 19:00 Uhr waren alle Sitzplätze der Kirche belegt und die verspäteten Gäste mussten stehen.
Das Konzert begann mit dem Chor der Klassen 5 und 6 mit Einlagen einer Flötengruppe. Obwohl dieser Chor ja erst seit einem halben Jahr zusammen singt, war das Ergebnis durchaus vorzeigbar. Im Übrigen war der Andrang zu diesem Chor so groß, dass nur die Hälfte der Kinder berücksichtigt werden konnte, die bisher nicht im Chor vertretenen Kinder werden dann aber das zweite Halbjahr die Chorarbeit bestreiten und sind beim Sommerkonzert dabei.
Im zweiten Block gab dann der Chor der Mittelstufe die schon etwas anspruchsvolleren Lieder zum Besten und der Höhepunkt war natürlich der Chor der Oberstufe. Verstärkt mit einigen Herren aus dem Lehrkörper kamen Lieder wie „Magnificat“ und „Ave verum Corpus“ zur Aufführung. Ich muss sagen, dass es dieser Chor durchaus mit professionellen Chören aufnehmen kann. Die Stimmen und die Ausführung waren erste Klasse. Garniert wurde dieser Auftritt von einem Klaviersolo einer Schülerin der Oberstufe welches einem die Gänsehaut über den Rücken jagte.
Nach einigen Dankesworten des Direktors versammelten sich die drei Chöre zum großen Finale. Das ist auf dem Video festgehalten. Dazu sei gesagt, dass sich an diesem Abend über 150 Sänger und Sängerinnen versammelt hatten. Das sind fast ein Drittel der gesamten Schülerschaft. Auf solch ein Engagement der Schüler darf man getrost stolz sein.
Leider ist die Qualität des Videos nicht besonders gut, aber das war mir schon klar. Denn meine kleine DigiCam war mit der Entfernung und den Lichtverhältnissen ein wenig überfordert.

Aber alles im allem war es ein gelungener Abend mit einem durchweg zufriedenen Publikum. Eine kleine negative Anmerkung muss ich aber doch noch verlieren. Zeitweise habe ich gedacht, ich bin auf einem Fußballplatz. Beifall ist ja in Ordnung und soll auch in ausreichenden Maße verteilt werden. Aber Gepfeife, Gejohle und mit den Füßen Getrammpel gehört meiner Meinung nicht auf ein Weihnachtskonzert in einer Kirche.

6 Kommentare

  1. Respekt wirklich toll wenn auch etwas leise schade aber die technik macht ja nur bedingt mit..

  2. Ich bekomme nächste Woche einen CD-Mitschnitt von dem Konzert. Vielleicht stelle ich dann noch mal den einen oder anderen Titel online.

  3. Das sieht und hört sich dennoch super an, doch das ist toll.
    Streiche doch mal das „muss“ in der Überschrift, sieht jedenfalls nicht nach vergeudeter Zeit aus.

  4. Ich habe es mal in Anführungszeichen gesetzt…denn die Ironiekennzeichnung kannst Du wohl nicht sehen. Dazu müsstest Du den Ironie-Detektor einschalten.
    Vergeudete Zeit war es jedenfalls auf keinen Fall.

  5. Und da sagt man, die Kinder hätten an nichts Interesse als Computerspielen und Simsen. So was ist doch sehr schön! Da steckt doch allerhand Probenarbeit dahinter.

  6. Nun, auf der Schule gehen die Uhren eh ein wenig anders als auf anderen Schulen. Das war auch der Grund, warum wir Töchterchen gegen alle Widerstände dort hin gegeben haben.

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