Notizen aus der Provinz

"Think different"....eigene Gedanken um dies und das

Männer | Zeitung

Durch einen Beitrag im Väter Blog bin ich auf eine interessante Zeitung aufmerksam geworden, die Männer | Zeitung aus der Schweiz.

Das ist ja genau das richtige Projekt für mich. Bin ich doch eher ein Querdenker wenn es um Männlichkeit und was manche dafür halten und den Zwängen und Regeln den wir Männer unterworfen sind geht. Die Männerzeitung erscheint vier Mal im Jahr und das mittlerweile seit nun genau 8 Jahre und versteht sich als „Zeitung für den emanzipierten Mann“. Wobei man(n) das nicht so ganz wörtlich nehmen sollte,

Die Männerzeitung bildet männliche Lebenswirklichkeiten ungeschminkt ab und durchleuchtet den Mythos Männlichkeit. Sie rückt jene Rahmenbedingungen ins Blickfeld, die zu einem ausgewogenen Leben als Mann in der Schweiz beitragen.

Die Männerzeitung versteht sich auch als Beitrag zur Gesundheitsförderung von Männern. Die Bilanz traditioneller Männlichkeit ist desaströs: Bis zum Alter von 65 Jahren sterben Männer fünfmal häufiger an Herzinfarkt, dreimal häufiger an tödlichen Verkehrsunfällen, fast dreimal häufiger an Selbstmord und zweimal häufiger an Leberzirrhose als Frauen. Auch ist in den letzten hundert Jahren die Differenz in der Lebenserwartung von Frauen und Männern stetig zuungunsten der Männer auf heute 7 Jahre Unterschied angestiegen.

Alle bisherigen Ausgaben stehen online zur Verfügung. Ich habe bisher zwei Ausgaben online gelesen und das, was ich bisher gelesen habe, hat mich tief beeindruckt. Denn da sind so viel Dinge geschrieben worden, die ich ohne zu Zögern unterschreiben würde. Von den Ausgaben, die ich bisher gelesen habe, hat mich am meisten die Ausgabe 2/2008, „Körper“ gefesselt. Dort sind so viele Themen beschrieben, die mich beschäftigen und über die ich auch schon so oft mit einigen Leuten diskutiert habe. Ich kann eigentlich nur jedem nahelegen die Nase mal in die Männerzeitung zu stecken und das nicht nur man(n), auch die Frau, Ehefrau oder Lebenspartnerin sollte sich mal mit dem Thema Mann von der männlichen Seite befassen.
Gibt es eigentlich ein vergleichbares Projekt auch in Deutschland, oder ist so etwas hier nicht lebensfähig? Ich habe jedenfalls den Link zur Männerzeitung in meine Blogroll aufgenommen und werde bestimmt dort öfter zu Gast sein.

6 Kommentare

  1. Argh, jetzt ist mein Kommentar im Orkus gelandet. Ich versuchs noch mal.

    Was ich bis jetzt gelesen habe, gefällt mir gut. Ich habe einige Freunde, denen diese Zeitung wahrscheinlich auch gefallen könnte. Sie bedauern nämlich immer sehr, dass sie mit ihrem Bild von sich und Männern ziemlich allein auf weiter Flur stehen.

    Für mich liest sich das, was ich bisher gelesen habe, wie das, was ich immer hoffte, dass Männer sich endlich mal mit ihrer Rolle in unserer Gesellschaft/Kultue auseinander setzen, kritisch und selbstbewußt. Sehr schön. Schließlich sind sie ja nur vermeintlich die Gewinner im geschlechtlichen Machtkampf. Und ich glaube auch, dass aus einer Position der Selbsterkenntnis und der kritischen Auseinandersetzung die Chance für eine faire und gleichberechtigte Auseinandersetzung sehr viel größer sind.

    Aus Deutschland kenne ich nur diese Bewegungen von Männern zurück (!) zur wahren Männlichkeit. Ziemlich üble Sache, wie ich finde. Mal schaun, ich werde mir noch ein paar Artikel anschauen. („Ihr“ sollt ja nicht glauben, dass „wir“ das nicht kritisch beäugen. ;-)). Nein, die Glosse über die fussballfreie Bar hat mich im übrigen überzeugt. *g*

  2. Wolf

    1. März 2009 at 12:18

    So so, Du hast Freunde, die sich auch mit dem heutigen Männerbild kritisch auseinandersetzten? Ich dachte immer, dass ich alleine wäre mit meinen Ansichten. 🙂 Schade nur, dass wir so Wenige und so zerstreut sind, denn gemeinsam könnte man, wenn man schon nichts ändern könnte, zumindest in seinen Ansichten austauschen und bestärken.
    Im übrigen habe ich in der Ausgabe 3/2008 der Männerzeitung den Bericht „Emanzipation ist Männersache“ gefunden und dort steht ein höchst interessanter Absatz:

    Der heutige ‚öffentliche Diskurs‘ hat in Bezug auf das Männerbild eine alarmierende Plattheit erreicht: Männer werden als Gewalttäter, Raser, Frauenverprügler, Karrierehengste, Weicheier, Softies, Machos etc. etikettiert. Männer tauchen im Fokus der Gleichstellungspolitik in erster Linie als das schwierige Geschlecht auf. Sie sind Adressaten von Vorwürfen, Erziehungskampagnen und Appellen, die eine unglaubliche Dreistigkeit erreicht haben.

    Das dürfte das momentane Männerbild ziemlich genau treffen und das bedarf dringst einer Richtigstellung.

  3. Mir fallen ad hoc 3 Männer ein, die sich für die Inhalte dieser Zeitung interessieren würden.

  4. Wolf

    1. März 2009 at 17:38

    Wenn das so ist, dann sind die Männer vielleicht doch noch nicht verloren.

  5. Hab von noch einem gehört. Seine Freundin meinste, der sucht auch nach Gleichgesinnten. Na dann, Jungs, kommt mal aus den Puschen. Die Frauenbewegung ist auch nicht von allein losgegangen 😉

    • Wolf

      7. März 2009 at 20:53

      Keine Chance, die Zeiten sind Andere. Die Männer haben sich in der Masse in ihren „Schubladen“ eingerichtet und bekommen ihren Hintern nicht hoch.

1 Pingback

  1. blariog.net

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