Notizen aus der Provinz

"Think different"....eigene Gedanken um dies und das

Microsoft quo vadis?

So langsam disqualifiziert sich Microsoft im meinen Augen für die breite Öffentlichkeit. Bisher hat man immer gesagt, Linuxsysteme wäre nur etwas für Bastler und Freaks. Wenn ich aber lese, was aus Redmond in den letzten Tage für Tip kommen wie man sein System sichern kann bis ein Patch verfügbar ist, dann frage ich mich, für welches System man mehr Computerkenntnisse braucht. So schreibt M$ in einem Fehlerbericht, das entsprechende Kill-Bit zu setzen, um es mangels verfügbarem Patch zu deaktivieren… jetzt weiß natürlich auch jeder was er machen muss. Heise meldet in einem erweiterten Bericht,

„Berichten zufolge genügt es nicht, nur das Kill-Bit für die genannte CLSID zu setzen, um das Conrol zu deaktivieren. Zusätzlich muss ein weiteres Kill-Bit für die CLSID {e5df9d10-3b52-11d1-83e8-00a0c90dc849} gesetzt werden.“

Sollte man jetzt allen verkauften Rechnern einen Bildungsscheck für die Volkshochschule beilegen? Zumal das US-CERT den Nutzern eines Windowsbetriebssystemes mangels Patch gegen eine weitere Lücke im System empfielt,

„das Kill-Bit für das Webview-Control ebenfalls zu setzen. Die CLSID des Controls lautet {844F4806-E8A8-11d2-9652-00C04FC30871}. Anwender, die dieses Control nicht benötigen, können folgenden Text etwa in der Datei webview_deakt.reg speichern:


[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Internet Explorer\ActiveX Compatibility\{844F4806-E8A8-11d2-9652-00C04FC30871}] "Compatibility Flags"=dword:00000400

Ein Doppelklick fügt den Eintrag der Registry hinzu“.

Unerfahrende Anwender sollten von diesem Workaround allerdings Abstand nehmen und lieber ActiveX im Internet Explorer komplett deaktivieren oder auf einen anderen Browser wie Firefox oder Opera ausweichen.

Na denn meine lieben Windowsnutzer, hin zur nächsten Uni und den Grundkurs in Informatik belegen.
Also nicht das hier der Eindruck aufkommt, dass ich der Meinung wäre Fehler würden nur im Windows sein und Linux wäre von Haus aus sicher, dem ist nicht so. Auch in Linuxsystemen sind Fehler. Nur werden sie dort schneller geschlossen und man stellt sich nicht hin und lächelt mitleidig von oben herab wie es mitunter in Redmond gemacht wird.

4 Kommentare

  1. MS meint es gut mit der Programmierer-Gilde! Warum gibt es wohl zu Hauf Software-Tools zur Windows-Optimierung…. 😉
    Und diverse PC-Zeitschriften widmen sich 12 Monate und mehr dem Thema. Linux bringt es grad mal auf 2 Zeitungen…

  2. Schon klar, aber sich auf der anderen Seite wundern, warum die Leute ihre System nicht patchen.

  3. @Wolf: Kannst du mir deinen Eintrag mal übersetzen 😉

    Spass beiseite, ich hatte mich vor einiger Zeit von Linux verabschiedet, durch einen Fehler bei der Partitionierung meiner Festplatte hatte ich sowohl meine Windows- als auch meine Linux-Festplatte zerbombt 🙂

    Da ich das WinXP für meinen Desktop-PC einer Bekannten vermacht habe, habe ich auf meinem Desktop-PC zwangsläufig ein freies Betriebssystem installieren müssen, und das war SUSE-Linux 10.1

    Und das war gut so 😉 Linux hat sich mittlerweile sehr gut entwickelt, mit meiner SUSE Linux 10.1 kann ich mit meinem Rechner (fast) alle Funktionen nutzen, die ich auch unter Windoof nutzen kann 🙂

    Und für alle anderen Programme habe ich ja noch meinen Laptop mit WinXP;-)

  4. Ganz ehrlich, ich habe die Codes so aus der Meldung übernommen und ich müßte auch erstmal ganz stark überlegen was das nun zu bedeuten hätte.
    Ich bin auch sehr glücklich darüber, dass ich seit über 1 1/2 Jahren nicht mehr vor einem „Fenster“ sitzen muss. Ich bin mit meinem Ubuntu Linux mehr als zufrieden.

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