Notizen aus der Provinz

"Think different"....eigene Gedanken um dies und das

Spätfolgen???

Interessante Nachrichten von Anwohner am sanierten Okerstollen.

Nachdem im vergangenen Jahr, nach vielen Jahren der Wartezeit, der alte Okerstollen saniert wurde, häufen sich jetzt die schlechten Meldungen der Anwohner. In einem Haus kämpft man seit einigen Monaten mit und gegen feuchte Wände im Keller. Komisch nur, dass das erst jetzt auftritt. Das Haus steht schon viele Jahrzehnte und nun plötzlich sind die Wände im Keller feucht.
Ein anderes Haus hat es noch viel schlimmer erwischt. Die Bewohner mussten das Haus kurzfristig verlassen und wie man munkelt soll es wohl abgerissen werden. Der Grund sind Risse in tragenden Bauteilen. Auch hier steht das Haus schon viele Jahrzehnte. Natürlich werden Seitens der Stadt keine Zusammenhänge bestätigt oder auch nur vermutet. Ist ja auch klar, das würde ja teuer werden für die Stadt. So dürfte das Ganze sich zu einem langen und unerfreulichen Prozess entwickeln. Denn die Bewohner werden kaum freiwillig auf den Kosten der Sanierung sitzen bleiben wollen.
Ich finde es nur befremdlich, dass im Vorfeld der Sanierung des Stollens von verschiedensten Seiten vor dieser Art der Sanierung (Verfüllung des Stollens mit Beton) gewarnt wurde und trotzdem diese Art der Sanierung gewählt wurde. An sich ist mir das ja schon klar was zur Zeit passiert, wenn im Stollen bis zum Schluß Wasser geflossen ist, und dem nun der Weg durch den Beton versperrt ist, sucht es sich einen anderen Weg. Ob das letztendlich zu den eingangs beschriebenen Schäden geführt hat, werden Gutachter und vermutlich die Gerichte entscheiden müssen.
Aber wie auch immer die Geschichte ausgeht, für die zwei Besitzer, die die Nachbarhäuser verkaufen wollen, dürfte das nur eines bedeuten, die Häuser sind unveräußerlich.

2 Kommentare

  1. Tztztz… das erinnert mich an diesen Skandal mit dem Schweinfurter Grün der Sattler-Werke. Da wurden Bodenproben im Schonunger Raum entnommen und als vergiftet gewertet. Den Erdaushub und Austausch sollten die Anwohner selbst tragen. Es gab Proteste ohne Ende. Ich weiß noch, wie eine Krabbelgruppenmutter (das ist jetzt ca. 5 Jahre her) meinte, das Haus ihrer Eltern sei nichts mehr wert, weil jeder nun wüsste, dass es auf verseuchten Boden gebaut wurde. Das Geld für den kompletten Bodenaustausch hatte sie nicht.

    Es ist echt wirklich unglaublich, wie mit Menschen umgegangen wird.

    🙁

    • Wolf

      2. September 2009 at 16:35

      Sicherlich kann man zu diesem Zeitpunkt nicht behaupten, dass die Bauarbeiten die Ursache sind. Aber verdächtig ist es schon und die genaue Ursache werden sicherlich die Gutachter ans Licht bringen.

Kommentare sind geschlossen.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.