Notizen aus der Provinz

"Think different"....eigene Gedanken um dies und das

Streik

Also eigentlich hatte ich mir ja vorgenomen nichts dazu zu schreiben. Aber so langsam verscherzen sich die Streikenden die eh wenig vorhandene Unterstützung. Wenn die Straßenwärter streiken, dann ist mir das egal, das merkt eh kaum jemand. Aber wenn ich Berichte sehe, dass dringend geplante Operationen verschoben werden müssen, weil das Personal streikt, dann hört der Spaß auf. So langsam habe ich wieder das Gefühl, dass sich da wieder nur einige Funktionäre profilieren müssen. Auch ich war 15 Jahre Mitglied einer Gewerkschaft. Aber auch in dieser Zeit war ich nicht mit allen Entscheidungen einverstanden.
Die, die da jetzt mit der Begründung streiken eine Verlängerung der Arbeitszeit würde mehrere tausend Arbeitsplätze kosten, sollen sich mal fragen, ob nach der Verkürzung der Arbeitszeit von 40 auf 38,5 Stunden auch nur ein neuer Kollege eingestellt worden ist. Die „Gewerkschaften“ müssen mal endlich aufhören diese Mähr zu verbreiten. Das Einzige was nach einer Verlängerung passieren wird ist, dass die Arbeitnehmer 1 1/2 Stunden pro Woche weniger auf ihrem Überstundenkonto haben werden.
Wenn die Herrschaften es allerdings weiter auf die Spitze treiben, dann kann es tatsächlich passieren, dass mehrere tausend Arbeitnehmer auf der Straße stehen. Denn die privaten Müllentsorger stehen schon längst vor der Tür und warten nur darauf, dass die Kommunen die Entsorgung ausgliedern. Dann haben die Funktionäre ihren Mitgliedern etwas Gutes getan.
Aber das ist ja wie in der Politik, „was interessieren mich die kleinen Leute, ich habe ja ausgesorgt“ Allerdings verstehe ich die Gerwerkschaftmitglieder nicht. Aber wahrscheinlich ist der Gruppenzwang zu groß, als dass man frei seine Meinung sagt und den „Kriegstreibern“ die Gefolgschaft verwehrt.
Ich höre jetzt schon wieder den Aufschrei von einigen Lesern. Nicht dass man mich falsch versteht, ich bin durchaus der Meinung, dass die Gewerkschaften ihre Berechtigung als Interessenvertretung der Arbeitnehmer haben. Aber in den letzten Jahren sind sie meiner Meinung nach teilweise weit über das Ziel hinausgeschossen. Ich kann diese Arbeitszeitverkürzung überhaupt nicht nachvollziehen. Keiner ist bei der 40 Stunden Woche an Überarbeitung gestorben und ich hätte mir so manches mal gewünscht nach 40 Stunde Feierabend zu haben.

2 Kommentare

  1. Es ist aber leider wirklich so, dass es anschließend zu einen Stellenabbau kommen wird.
    In einigen Städten fahren bei der Müllabfuhr immer noch drei Fahrer mit, künftig sollen es nur noch zwei sein.
    Bei den ganz modernen Fahrzeugen (zur Papierabfuhr etc. wie bei uns), reicht sogar nur ein Fahrer aus.
    Bei der Kinderbetreuung wird dann auch gekürzt werden, da kann dann auch eine Stelle eingespart werden.
    Es wird natürlich nicht sofort Massenentlassungen geben, aber neue Stellen werden nicht mehr besetzt.

    Ich kann den Aufschrei der Gewerkschaften verstehen, vor gut einem halben Jahr wurde ein neuer Tarifvertrag abgschlossen. Der die meisten Angestellten im öffentlichen Dienst schlechter gestellt hat. Man darf ja die Inflationsrate nicht außer acht lassen. Also bei diesen Vertrag sind die Gewerkschaften nahezu auf alle Bedingungen der Arbeitgeber eingangen.
    Ja und nun kündigen die Arbeitgeber ohne Not diesen Tarifvertrag.

  2. Das ist ja auch kein neues Problem, das sind doch jetzt nur die Auswirkungen der Entscheidungen die vor 10 bnis 15 Jahren getroffen worden sind. Was sollte denn dieseer Blödsin mit den kurzen Arbeitszeiten? Das hat doch nicht einen müden Arbeitsplatz geschaffen. Die Unternehmer haben nämlich lieber Überstunden schieben lassen.

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