Notizen aus der Provinz

"Think different"....eigene Gedanken um dies und das

Verwirrung bei britischen Behörden

Das britische Trading Standards Department war über den Umstand verwirrt, dass Installation CDs vom Firefox Browser verkauft worden sind. Bevor man mit der geballten Macht der Behörden gegen den Verkäufer losgegangen ist, hat man glücklicherweise die Mozilla Foundation kontaktiert und was man zu hören bekommen hat, hat die Mitarbeiter der Behörde vollkommen verwirrt.

Die Reaktion der Sachbearbeiterin: „Ich kann es nicht glauben, dass Ihr Unternehmen anderen erlaubt, Geld mit einem Produkt zu verdienen, welches Sie kostenlos verteilen. Ist das tatsächlich der Fall?“ und weiter, „Wenn Mozilla den Verkauf kopierter Versionen seiner Software erlaubt, macht dies die Durchsetzung von Anti-Pirateriegesetzen geradezu unmöglich, da es schwierig wird, Unternehmen grundsätzliche Ratschläge zu geben, was erlaubt und was verboten ist“.

Es ist in der Tat also vollkommen legal die CDs zu verkaufen. Auch wenn die Software kostenlos im Netz zu erwerben ist, ist es legal die Software auf CDs zu brennen um sie dann zu verkaufen.
Die gute Frau wird sich in Zukunft ein wenig umstellen müssen und wohl nicht nur sie alleine. Denn das Urteilsvermögen der Strafverfolger hat sich offenbar in vielen Fällen noch nicht auf die Vielfalt der heutigen Möglichkeiten der Softwaredistribution eingestellt. Denn es ist ja kein Einzelfall, ich habe auch schon CDs von Ubuntu Linux bei eBay zum Verkauf gesehen und auch das wird vom Distributor geduldet.

4 Kommentare

  1. Ich weiß nun nicht was da alles auf der CD drauf war, aber ich könnte mir vorstellen, dass dort noch einiges mehr drauf war, als wie nur der Installer von Firefox. Also da werden bestimmt noch ein paar Plugins usw. dabei gewesen sein und vielleicht auch eine Bedienungsanleitung usw.
    Von daher finde ich da nichts dabei, wenn dafür Geld verlangt wird.
    Das macht man ja bei Linux schon seit Jahren so.

  2. Nun, ich frage mich zwar, warum manche Leute sich so etwas kaufen, aber es ist zumindesten vollkommen leagl. Ich würde mit jednfalls keine CD kaufen, auf der etwas drauf ist, was ich aus dem Netz kostenlos ziehen kann.

  3. Gut kaufen, würde ich mir das dann nun auch nicht gerade.

  4. *schmunzel* Ja, mit den openSource Regeln haben so manche ihr Verständnisproblem…. Der Quellcode ist kostenlos. Sobald jemand irgendwelche Veränderungen daran vorgenommen hat, kann er das ganz legal verkaufen – darf nur für den Quelltext nichts verlangen, aber für sine eigenen Adaptierungen sehr wohl. Wenn er denn will.

    Die Linux-Welt wist in der Tat voll von Beispielen dazu – sämtliche Distributions wie RedHat, Suse etc. bringen ein Komplettpaket zum Kaufen oder die Standardversion zum kostenlosen Download.

    Ich geb da Doerfler völlig recht – es werden schon noch andere Sachen auf der CD gewesen sein.

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