Notizen aus der Provinz

"Think different"....eigene Gedanken um dies und das

Weihnachten quo vadis

Irgendwie bin ich der Meinung, dass heutzutage mit Weihnachten etwas schief läuft. Weihnachten ist vom Fest der Liebe zum Fest des Geldes verkommen.

Nicht das ich derjenige bin, der nur die christlichen Werte im Auge hat, dem ist nicht so. Im Gegenteil, ich habe mit dem kirchlichen Glauben nicht viel am Hut. Aber wenn ich sehe, was im Moment alles mit Weihnachten verknüpft wird, dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Die Geschäftsleute haben nur ihren Verdienst im Auge, die Bürger schleppen das Geld säckeweise in die Geschäfte, ich denke wir haben alle kein Geld, und die Politiker streiten darüber wer zu viel und wer zu wenig Geld verdient. Das alles hat in meinem Augen wenig mit dem zu tun, für was Weihnachten noch vor wenigen Jahren stand…Friede und Besinnlichkeit. Sicher hatte man auch früher Stress in den Tagen vor Weihnachten und sicher haben die Hausfrauen auch damals schon tagelang in der Küche gewerkelt um am Weihnachtstag der Familie ein opulentes Mal zu servieren. Allerdings wurde früher darauf gespart und Verzicht geübt. Heutzutage verschuldet man sich ja sogar um „standesgemäße“ Geschenke zu kaufen. Wenn ich gesehen habe, was in den letzten Wochen in den einschlägigen Märkten los gewesen ist, das war ja teilweise der blanke Wahnsinn. Wenn ich höre, dass der Deutsche bei den Geschenken im Durchschnitt 300 Euro ausgegeben hat und das der Renner bei den Geschenken der Flachbildschirmfernseher gewesen ist, so fasse ich mich an den Kopf. Wenn man das alles hört und liest, dann braucht man sich nicht zu wundern, dass die Politiker den Deutschen immer noch mehr Einschränkungen bescheren und wir den Gürtel noch enger schnallen sollen. Denn wenn man auf so hohem Niveau jammert, dann sind bestimmt noch ein paar Löcher im Gürtel frei.

Aber nicht das man nun denkt, dass das erst in den letzten Jahren so ist, diese Auswüchse schien es auch schon in den vergangenen Jahrzehnte gegeben zu haben. Denn anders kann ich mir die Proteste verschiedenster Künstler gegen die Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes nicht erklären. Als gutes Bespiel hier für steht Greg Lake mit seinem „Weihnachtslied“ „I belive in Father Christmas“

3 Kommentare

  1. Ja da hast du recht! ich fnde selbstgemachte Geschenke und und das miteinander viel schöner. darum schenekn wir uns schon seid Jahren nicht mehr, denn, wer was braucht, kann es auch zwischen den Jahren bekommen.

  2. Ich persönlich finde die Entwicklung, die Weihnachten in den letzten Jahrzehnten genommen hat sehr schlimm.

  3. Die Frankfurter Rundschau hat am 24. Dezember vorne drauf ein ganz wunderschönes Weihnachtsbild gebracht: Bethlehems Stall mit Hirten, Schafen,Ochs und Esel, kleinen Engelchen, von draußen herein sehend großer Verkündigungsengel und noch ein „Heiligerdreikönig“ oder sowas; der Hirte vornean kniet auf dem Boden mit einer Fernsteuerung und jagt die Schafe mit einem Modellauto. Und alle Blicke, von Hirten, Tieren, Engeln, sind auf das Spielzeug gerichtet. In der hintersten Ecke sitzt Maria neben der Krippe mit ihrem Kind und schaut böse dem Treiben zu.
    Die beste Illustration von dem, was Weihnachten heute ist, die ich je gesehen habe!

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  1. Nicht spurlos

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