Notizen aus der Provinz

"Think different"....eigene Gedanken um dies und das

Call-Center, man sollte sie verbieten.

Im Juli hat mich eine dusselige freundliche Dame eines Call-Centers im Auftrag von T-Mobile belästigt. Ihre Ansinnen klang ja im Grunde recht vernünftig. Sie erklärte mir nämlich, dass mein bisheriger Handytarif aufgelöst werden soll und sie bot mir eine Alternative an, die den jetzigen Kosten recht nahe kam. Ich würde dann sogar noch 5 Euro sparen und hätte dazu noch 50 Freiminuten zum Abtelefonieren. Klang ja recht gut, sparen kann ja nie verkehrt sein. Aber weil mir das ganze ein wenig komisch vor kam, die haben doch nichts zu verschenken, habe ich sie noch ein wenig befragt. Ob denn meine Tariflaufzeit sich denn verlängern würde und ob denn das alles denn auch so stimmen würde was sie mir angeboten hätte. „Ja, das würde so stimmen und sie wollten nur mein Bestes“.
Nun, im Nachhinein bekam diese Aussage einen schalen Beigeschmack und mir wurde klar, was denn damit gemeint war. Die wollten schon das Beste, mein Geld!
Ich fasse also noch mal zusammen. Angeboten wurde mir von der Dame der Tarif Relax50 zum Preis von 10 Euro!

Heute kommt die erste komplette Rechnung für August. Drei Euro höher als der Durchschnitt sonst….Ich die Rechnung auseinander gepflückt und was muß ich sehen, Ich habe zwar den Relax50 Tarif, aber nicht zu 10 Euro, sondern zu 19,95 Euro. Das ist genau das, was man bezahlen muß, wenn man sich bei Vertragsabschluß ein Handy dazu nimmt. Da mein alter Vertrag noch bis November läuft, hat man eben mal ganz locker den „Relax50 mit Handy“ eingetragen. Sollte mich 5 Euro Grundgebühr mehr kosten als mein alter Tarif. Man könnte ja nun aber sagen, dass ich ja dafür 50 Freiminuten hätte. Tja, nur das meine Telefonzeit im August 33 Minuten betragen hat und das ist für mich schon ziemlich viel. Also kann mich das nicht wirklich überzeugen. Zumal ich in meinem alten Tarif nur 15 Cent pro Minute zahle und dass auch noch in der 10/10 Abrechnungstaktung im Gegensatz zur 60/1 im neuen Tarif.
Was macht also der Mensch, er ruft die kostenlose Rufnummer des Kundencenters an und bekomme einen netten Computer an die Strippe. 🙁 Also habe ich eine Mail geschrieben.ich warte noch auf Antwort. 🙁 🙁
Ich habe mich dann auf den Weg gemacht und bin in die Stadt zum T-Punkt. Der junge Dame die Geschichte geschildert und ihr klar gemacht, dass ich das überhaupt nicht witzig finde. Sie konnte das auch gut verstehen. Also hat sie sich das Telefon gegriffen und im Kundencenter angerufen und dem Herrn die Geschichte erzählt und ihm klar gemacht, dass ich einen ziemlich dicken Hals hätte. Nach etlichen Minuten hin und her kam dann das überraschende Angebot alles wieder zurück und ich würde zusätzlich 10 Euro Gutschrift bekommen.
Holla…da machte es bei mir Klick. Wenn sie so ohne Murren alles wieder zurück spielen und zusätzlich noch Geld gutschreiben wollen, war ich mit Sicherheit nicht der Erste der sich beschwert hatte. Da dürfte mal wieder ein paar Call-Center Agents über das Ziel hinaus geschossen sein.
Die nette Dame im T-Punkt sagte dann noch, dass die gute Frau am Telefon das so wohl garnicht hätte anbieten können. Ist ja auch klar, wenn der Vertrag noch läuft, dann kann sie nicht das 10 Euro Paket anbieten sondern hätte darauf hinweisen müssen, dass der Vertrag noch läuft und ich dann 19.95 Euro zu zahlen hätte. Allerdings hätte sie dann keinen Abschluß vorweisen können.

Übrigens wird mein Tarif tatsächlich eingestellt. Aber ab Oktober kann ich dann verlängern und den Tarif wählen der mir angeboten wurde. Wenn ich kein neues Handy wähle, bekomme ich dann tatsächlich den Relax50 für 10 Euro mit 50 Freiminuten. Oder ich suche mir einen anderen Tarif, das muß ich mir aber noch mal genau durch den Kopf gehen lassen.
Fazit, traue keinem Call-Agent wenn er das Beste für einen will.

10 Kommentare

  1. Bei solchen Anrufen lasse ich mir alles dreimal erklären und wenn es sogar ums Festnetz geht, sage ich sofort nein.
    Denn mittlerweile sind für die Telekom Auftragsfirmen unterwegs und die nehmen es mit den Geschäftsbedingungen nicht so genau.
    Glücklicherweise hat sich für Dich alles zum Guten gewendet.

  2. Ich mach‘ keine Geschäfte mehr übers Telefon. Ich will alles schriftlich haben. Das macht die Call-Center-Agents ganz kirre… 😀

  3. @hubbe: ich bin da auch immer vorsichtig. das call center von amex hat mich auch immer für irgend nen versicherungskram angerufen.irgendwann war ich so genervt, daß ich mich beschwert habe und seitdem erhalte ich nur noch Werbung für deren Nebenprodukte per Post.

  4. da kann ich hubbe nur zustimmen – einzige antwort „ja, ganz interessant, schicken sie mir das angebot doch bitte per email rüber. ich werd’s mir durch den kopf gehen lassen.“

    in deinem fall, wolf, war’s halt noch dazu der eigene anbieter, bei dem man sowieso kunde ist. da ist mir vor kurzem sogar selbst passiert, dass ich allein per telefon „ja“ gesagt habe. es ging allerdings um 60 euro gutschrift, wenn ich weitere 24 monate verlängere. da ich sowieso meinem anbieter treu bleibe, gab’s kein zögern… 😉

  5. Nun ja, normalerweise mache ich das auch nicht am Telefon. Aber es klang alles recht plausibel. Ich hatte während des Gesprächs sogar noch nachgeschaut, ob der Tarif so überhaupt angeboten wird. Sonst hätte ich das auch nicht gemacht.
    Aber wie schon gesagt, dass wird wohl nicht die erste Beschwerde gewesen sein. Ich bin zwar schon ewig Handykunde bei den Magentafarbenen um genau zu sein 11 Jahre, aber wenn die ungefragt Entschädigung anbieten, ist meistens etwas „faul“.
    Eines dürfte den Herrschaften wohl auch klar gewesen sein, wenn das nicht zu meiner Zufriedenheit gelöst worden wäre, hätten sie im November einen Kunden weniger und bei uns geht es immerhin um drei Handys und die dazugehörigen Gebühren. Das sind zwar nicht die Summen, aber die negative Berichterstattung wäre noch dazu gekommen. So habe ich mich zwar geärgert, bin aber andererseits unbürokratisch wieder zufrieden gestellt worden und das kann man durchaus als positiven Beitrag zum Kundenservice verbuchen.
    Ich kann auch im Grunde nichts negatives über die Magentafarbenen berichten. Ich wickele seit Jahren meine gesamte Telekommunikation über sie ab und bis auf die Tatsache, dass sie nicht immer die billigsten sind, kann ich nichts negatives berichten. Wenn es mal zu „Problemen“ gekommen ist, dann waren die auch immer recht schnell aus der Welt geschafft.

  6. Ich bin diese Woche zu Hause und bin auch in den „Genuß“ der „netten Anrufe“ gekommen.
    Da bin ich doch froh, wenn ich nächste Woche wieder tagsüber im Büro sitze und arbeiten darf.

    Schönen Tag wünscht

    die Hexe

  7. *lach* also gelsenhexe – da beweisst sich wieder, dass man auch im schlimmsten übel noch was positives finden kann… 😉

  8. Mir hätte das nichts genutzt, denn die Belästigung Anrufe kamen auf dem Handy.

  9. Ich lasse mich auch nie auf solche Anrufe ein, und lege mit den worten, ich möchte nicht weiter belästigt werden auf . Ich lasse mir Eh von niemanden etwas anschwatzen und habe eh ein Pray paid Handy, welches ich eh nur zur Not besitze 😀

  10. Ich habe das Vertragshandy auch nur deswegen, weil es ersten vor 11 Jahren die Pre-Paids noch nicht gab und zweiten wir einige Vorteile daraus haben. Die Pre-Paidkarten meinr beiden Frauen laufen über meinen Vertrag. Das hatte bei „Frau Wolf“ damals den Vorteil, dass man das Guthaben über das Telefon aufladen konnte und es auch nicht verfallen ist. Damals konnte man noch nicht an jeder Ecke Karten kaufen oder den Geldautomaten nutzen und „Fräulein Wolfs“ Karte ist eine Kombi-Karte-Teen. Da kann ich besser kontrollieren was verbrauchst wird und was nicht angerufen werden darf bzw. was sie nicht herunterladen kann. Dazu kommen noch bessere Minutenpreise bei den Anrufen als bei normalen Pre-Paidkarten.

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