Notizen aus der Provinz

"Think different"....eigene Gedanken um dies und das

Dummheit ohne Ende

Da höre ich eben von einem Bekannten, dass er seine Umschulung nach 3 Wochen abgebrochen habe. Offizielle Begründung, Probleme in der Berufsschule. Ja bitte, nach drei Wochen schmeißt man seine Umschulung weil man der Älteste in der Klasse gewesen ist??? Das ist doch wohl kein Grund solch eine Chance weg zu werfen. Bei meiner Umschulung war ich auch der Älteste in der Klasse. 95 Prozent der Anderen hätten meine Kinder sein können, das schließt sogar ein paar Lehrer mit ein. Gestört hat mich das aber in keiner Weise. Im Gegenteil, ich fand es ganz interessant mit der Jugend von heute zusammen zu arbeiten.

11 Kommentare

  1. Diese Fälle gibt es leider sehr oft und da kann man auch nix mehr zu sagen.

  2. Weißt Du, wenn ich in der heutigen Zeit mit knapp vierzig so eine Chance bekomme, dann werfe ich die aber nicht nach 3 Wochen weg. Selbst wenn im Hintergrund noch andere Sachen gewesen sein sollten.

  3. Jetzt haben wir uns mißverstanden, ich meinte die Fälle vom einfach hinwerfen. Das passiert leider sehr oft.
    Ich kenne auch Leute, die abgebrochen haben, da es ihnen einfach zu blöd war dort zu sitzen oder ihnen der Stoff nicht gepasst hat.
    Das ist für mich unbegreiflich und meistens kommen sie dann hinterher an und wissen nicht wie weiter.

  4. Der Typ jetzt auch, der hat ohne wichtigen Grund abgebrochen und bekommt also mit Sicherheit eine Sperre vom Amt. Es kann immer einen Grund geben, aber diese Geschichte kann ich nicht verstehen.

  5. Und andere Leute die wirklich wollen, bekommen keine Umschulung. Ist schon traurig

  6. Ich habe freundlicherweise mit 50 (!) noch ein Fachstudium von der Agentur spendiert bekommen und 3 Semester stramm durchgehalten.
    Abschluss Fachnote 1,8 😉 Geduld lohnt sich….
    5 Mitstreiter Mitte 30 haben auch das Handtuch geschmissen: zu stressig!

  7. hmmm, kämpf grad selbst mit so einem wesen – ist mein älterer sohn, der nach drei (versuchten) fachschulen nun eine lehrstelle will. mit 19 und ohne führerschein – auch den hat er kurz vor abschluss geschmissen. aktuell schmeisst er grad einen kurs des arbeitsmarktservice weg, der ihm helfen sollte, leichter eine lehrstelle zu finden. o-ton:“das ist was für kinder. was die mir zu sagen haben, weiss ich ohnehin.“ bloss klafft zwischen „wissen“ und „umsetzen“ nicht nur eine lücke, sondern ein riesengrosser abgrund……

    leider muss ich doerfler beipflichten – ich hör derzeit auch von allen seiten „dass sowas alltäglich ist“ und ich keinen einzelfall als sohn hab.

    kann mir einer sagen, WARUM speziell die jüngeren leutchen heute derartige leistungsverweigerer sind? haben wir „alten“ ihnen das vergrault, weil wir vielleicht „zu leistungsbezogen“ sind?

    fragt sich leicht frustriert die ingrid

  8. Ich glaube, dass das nicht ein spezielles Problem der heutigen Zeit ist. Wir waren damals genauso lustlos zum Lernen. Was in meinen Augen heute dazu kommt ist, dieses „Berieselung“ aus den Medien wie perspektivlos das heute doch alles ist. Das lässt viel Leute frühzeitig resignieren und das hatten wir damals nicht.

  9. da dürftest du 100% recht haben – eine jugendpsychologin hat mir bestätigt, dass dieses „fehlen von perspektiven“, diese aussichtslosigkeit, die einem ständig vorgepredigt wird, der haupttäter ist.

  10. Kannst Du mal sehen, um das heraus zu finden, muss ich noch nicht mal zum Psychologen gehen. 😉
    Diese „Gehirnwäsche“ aus den Medien heraus, ist auf vielen Bereichen zu beobachten und ist in meinen Augen auch schon bei vielen Menschen am Wirken.

  11. tja, schon schlimm, wenn man ne chance nicht erkennt und ergreift. allerdings gibt es auch agenturen, die ihre zu betreuenden herrschaften derart demotivieren. Zur Zeit habe ich zwei arbeitslose Praktikantinnen, die ich einarbeite. Die eine wird von der BfA gefördert und ihr heini meinte, daß sie lieber kein praktikum machen soll. viele firmen nutzen sowas nur aus. Mag er ja recht haben, aber die dame freut sich total, daß sie mal wieder was machen kann und ist total froh, ein bisschen arbeiten zu können. Find ich gut ihre Einstellung!

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